01Minimalinvasive Chirurgie
Minimalinvasive Techniken werden heute in allen operativen Fächern eingesetzt, wie Bauch- und Brustraumchirurgie, Gynäkologie, Urologie, Neurochirurgie, Unfallchirurgie oder Orthopädie.
+Was aber bedeutet minimalinvasives Operieren genau?
Der wesentliche Unterschied zur konventionellen Operation besteht beim minimalinvasiven Operieren in der Art des Zuganges zum Ort des Geschehens. Anstelle eines größeren Schnittes z.B. durch die Bauchdecken oder Gelenkskapsel werden nur noch kleine Inzisionen angebracht, über die dann dünne Instrumente eingeführt werden. Das Geschehen im Operationsgebiet wird über eine dünne Optik mit einer kleinen Fernsehkamera auf den Bildschirm übertragen. Dabei wird kein Gewebe durchtrennt, sondern nur verdrängt. Das Trauma, das der Chirurg dem Patienten durch die Operation zufügt, ist damit erheblich geringer.
Für die Patienten beinhaltet das minimalinvasive Operieren folgende Vorteile:
- Weniger Schmerzen durch kleine Schnitte, geringer Schmerzmittelbedarf
- Wenig Beeinträchtigung der umgebenden Organe, dadurch rasche Erholung von der Operation mit weniger Verwachsungen im Bauch- oder Brustraum
- Deutlich kürzerer Krankenhausaufenthalt
- Raschere Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
- Erheblicher kosmetischer Vorteil (die kleinen Inzisionen sind in der Regel kaum zu sehen)
Zusätzlich zur minimalinvasiven Vorgehensweise verfüge ich durch meine langjährige Erfahrung auch über fundierte Kenntnisse der konventionellen, großen offenen Chirurgie. Nur diese Kombination, die in dieser Form nicht mehr gelehrt wird, bringt meinen Patienten maximale Sicherheit, da im seltenen Fall einer Komplikation kein Kollege zu Hilfe gerufen werden muss.